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Building Technics


Injektionstechnologie

Wie Wasser in Bauwerke gelangt

 

Wasser ist eines unserer lebenswichtigen Elemente und ohne Wasser wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich.

Aus bautechnischer Sicht, bekämpfen wir das Wasser bzw., dessen Eindringen in Bauwerke.

Wasser, Feuchtigkeit kann auf vielen Wegen in Bauwerke eindringen.

 

Folgende Möglichkeiten werden unterschieden:

 

Kapillare Wasseraufnahme, Tauwasser, Niederschlag, Bodenfeuchtigkeit, hygroskopische Wasseraufnahme, drückendes u. nicht drückendes Wasser.

 

Andere Ausdrucksweisen dafür:

 

1.) von oben eindringende Feuchte ( z.B. undichtes Dach ),

 

2.) von unten eindringende Feuchte ( z.B. kapillaraufsteigend ),

 

3.) seitlich eindringende Feuchte ( z.B. Schlagregen ),

 

4.) eindringende Feuchte erdberührter Teile ( z.B. Kellerfeuchte ),

 

5.) gasförmige Feuchte ( z.B. Kondensfeuchte ).

 

Während das Eindringen von Wasser durch ein undichtes Dach schnell lokalisiert und durch einen Dachdecker behoben werden kann, wird ein feuchter Keller oder auch ein Schimmelfleck an der Wand oft zu einem echten Problem.

 

Der erste und wichtigste Schritt vor jeder Abdichtungsmaßnahme ist die objektspezifische Schadensdiagnose durch einen Fachbetrieb.

Ursachen von Feuchtigkeitsproblemen müssen immer eindeutig diagnostiziert sein.

Nicht selten wurden umfangreiche, teure und völlig überflüssige Sanierungskonzepte durchgeführt, obwohl z.B. ein Schaden aufgrund von Kondenswasserbildung vorlag.

Mit unseren MAFA-Produkten wollen wir dazu beitragen, Bauwerke sinnvoll und preiswert abzudichten.

Gern stehen wir Ihnen für Sondervereinbarungen und Sonderanfertigungen zur Verfügung!

 

 

 

Kurze Einführung in die Injektionstechnologie

Risssanierung durch Injektionstechnologie

Im Bautenschutz bietet die Injektionstechnologie die Möglichkeit nachhaltige Sanierungen an Bauwerken durchzuführen. Die Nachhaltigkeit wird durch zwei Faktoren erreicht

- Abdichtung und Versiegelung von Undichtigkeiten innerhalb des Mauerwerkes bzw. am Entstehungspunkt

- Sanierungsmaterialien werden situationsbedingt angepasst

Die Sanierung von Rissen

Risse in Bauwerken entstehen durch:

- Bewegungen des Bauwerks durch äußere oder innere Einflüsse

- Fehlerhafte Materialverarbeitung

Vor allem der erstgenannte Punkt, die Bewegungen im Bauwerk, lassen eine Sanierung zu einer Herausforderung werden, denn die Bewegung im Baukörper kann nicht verhindert werden. Material und entsprechend auch die Verarbeitung müssen mehreren Anforderungen gerecht werden.

Ziel der nachhaltigen Risssanierung muss sein:

- den Zutritt korrosionsfördernder Wirkstoffe zu unterbinden

- die Undichtigkeiten selbst zu beseitigen

- Herstellung einer zug- und druckfesten, sowie begrenzt dehnfähigen Verbindung der beiden Rissufer

Rissufer

Zielerreichung durch die Injektionstechnologie:

Erreicht wird dieses Ziel durch die Injektionstechnologie. Hierzu werden je nach Situation Packer oder Injektions-schläuche durch Bohrungen bzw. Fugen in oder auf dem Bauteil befestigt. Durch diese werden dann Abdichtungsmaterialen unter Druck verpresst.

Bohrungen für Packer
   

ALLGEMEINER HINWEIS: Grundsätzlich ist bei Injektionsverfahren zu beachten, dass sich beim Bohren der Löcher für die Packer Bohrstaub in das Loch legt. Dieser sorgt für Verstopfungen in den Rissen und muss entfernt werden !!!!!!!

TIPP: Bei feuchten oder nassen Rissen spülen Sie die Bohrlöcher und Risse mit Wasser oder noch besser einem Wasser-Druckluftgemisch aus, was den Staub sofort bindet. Wir empfehlen dazu unsere Bohrloch-Reinigungs-Pistole BRP2

Injektionsverfahren

1. Niederdruckinjektionsverfahren
Bei diesem Verfahren werden die Injektionen mit Drücken bis zu 20 bar vorgenommen. Geringe Baustoffqualität und manche Konstruktionen lassen oft keine hohen Drücke zu. Im Allgemeinen ist die Injektion mit niedrigen Drücken zu empfehlen vor allem bei breiten Rissen, schlanken Bauteilen und Großinjektionen. Die langsamere Verarbeitung des Materials bringt in diesen Fällen eine höhere Qualität im Ergebnis.

2. Hochdruckinjektionsverfahren
Hochdruckinjektionen arbeiten mit Drücken über 20 bar. Bei solch hohen Drücken sind die Packer- und die Materialauswahl sehr wichtig. Noch wichtiger ist allerdings die Kenntnis der Baustoffbeschaffenheit der zu behandelnden Konstruktion. Zu hohe Drücken zerstöre das Baustoffgefüge und es entstehen weitere Risse bzw. Rissvergrößerungen. Die folgende Berechnungsformel dient dazu den Injektionsdruck bei Beton zu berechnen:

Pmax = (Betondruckfestigkeit x 1) / 3[1]

Die Injektion sollte nie mit dem Maximaldruck begonnen werden. Starten Sie mit niedrigen Drücken und erhöhen Sie den Druck konstant bis zum Maximaldruck

3. Vakuuminjektionsverfahren
Dieses Verfahren wird nur selten genutzt und kann auch nur von speziell ausgerüsteten Firmen geleistet werden. Die Schwierigkeit ist den Riss so zu verdämmen, dass ein Vakuum entstehen kann. U. a. ist der Vorteil, dass durch das Vakuum eine nahezu hohlraumfreie Verfüllung möglich ist.

Packer

Packer ermöglichen dem Anwender das Verpressen verschiedener Materialien in ein Bauteil. In Abhängigkeit des dabei verwendeten Drucks und der Viskosität des Materials werden auch kleinste Risse geschlossen. Je nach Packerart verhindert ein Rückschlagventil im Packer oder im Nippel den dann gezwungenermaßen auftretenden Rückfluss des Materials, so dass das Material aushärten kann und so für eine absolute Abdichtung sorgt.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Packern

Zum Einbringen in die Wand durch entsprechende Bohrlöcher sind die folgenden Packer geeignet, deren Bezeichnungen von Hersteller zu Hersteller variieren:

- Bohrpacker

- Schlagpacker

- Stahlpacker

- Tagespacker

- Lamellenpacker

- etc.

Bei manchen Bauwerken ist es aus Sicherheitsgründen verboten Bohrlöcher in die Bauteile zu bohren, wie z. B. bei Brücken und Tunneln. In dieser Situation verwendet man einen sogenannten:

- Klebepacker

Bohr- bzw. Schraubpacker

Hauptbestandteil der Bohrpacker ist in der Regel Stahl und bei Schraubpackern ist es Kunststoff oder Aluminium. Beide Sorten besitzen eine Gummimanschette. In einem auf den Packerdurchmesser abgestimmten Bohrloch werden die Packer mit Hilfe der Gummimanschette verspannt. Ein Vorteil des Schraubpackers ist die Möglichkeit des Nachspannens während der Injektion. Verspannt werden können die Packer entweder per Hand mit einem Schlüssel oder maschinell (Poppnietsystem). Vor dem Verspannen sollte sichergestellt sein, dass die Druckfestigkeit des Baustoffs ein Verspannen erlaubt. Das Injektionsgerät wird an einem Nippelaufsatz am Packer angeschlossen, welches gleichzeitig als Rückschlagventil fungiert.

Schlagpacker

Schlagpacker sind Bohrpacker, die mittels Werkzeug in das angepasste Bohrloch geschlagen werden. Sie bestehen aus Hartkunststoffen wie z. B. Polyamid oder Polyethylen. Wie bei den Bohr und Schraubpackern erfolgt der Anschluss des Injektionsgerätes über einen Nippel. Je nach dem welches Material eingesetzt wird, dient dieser gleichzeitig als Rückschlagventil. Vorteil des Schlagpackers ist seine einfache und schnelle Montage und der relativ niedrige Stückpreis. Probleme bereiten kann allerdings die Dichtigkeit am Anpresspunkt. Die Verwendung von Schlagpackern bei Hochdruckinjektionen setzt eine gute Baustoffqualität voraus.

Klebepacker

Der Einsatz von Klebepackern ermöglicht die Injektion bei Konstruktionen, die aus konstruktiven Gründen nicht angebohrt werden dürfen (z.B. in/bei Tunneln, Brücken, schlanken Bauteilen, engliegenden Bewehrungen). Angeboten werden sie aus Metall und Kunststoff in verschiedenen Ausführungen. Beachtet werden sollte, dass der Packer eine Form aufweist, die ein „Verzahnen“ mit dem Kleber ermöglicht. Durchsichtiger Kunststoff bietet den Vorteil, dass der Verlauf des Injektionsmaterials beobachtet werden kann. Der Einsatz von Klebepackern erfordert diverse Vorarbeiten und Arbeitsschritte.

Sonderpacker

Zu den Sonderpackern zählen u.a. Injektionslanzen und –nadeln, Fittinge oder Packer für das BICS-Verfahren bei dem jeder Packer als eigenes Injektionsgerät funktioniert.

       

 


Nutzung eines Klebepackers

Wassereinbrüche

Durch die Injektionspacker wird ein meist zweikomponentiges Material verpresst, das als Wasserstopper fungiert.

 

Prävention

Schon in der Bauphase werden an voraussichtlich kritischen Stellen des Baukörpers Injektionsschläuche verarbeitet. Wie z. B. im Fugenbereich. Oft wird mit mehrfach verwendbaren Schläuchen gearbeitet.

Hohlräume

Hohlräume z. B. in Ziegelsteinkonstruktionen können durch die Injektionstechnologie geschlossen werden.

Nasse und bewegliche Böden

Zur Verfestigung solcher Gegebenheiten werden die Packer durch Verlängerungen tief in den Boden getrieben. Dadurch wird Material am Ort der Problementstehung verpresst und der Boden so abgedichtet oder verfestigt.

Dehnfugen

Durch Bewegungen im Boden oder Baukörper kommt es zu Spalten zwischen verschiedenen Bauelementen. Die Seiten werden durch getränktes Trägermaterial geschlossen und der so entstehende Hohlraum mit entsprechenden Packern verpresst.

Undichte Wände

Durch eine Schleierinjektion wird an der Außenwand eine wasserdichte Gelmembrane angebracht oder innerhalb des Mauerwerks eine durchgehende Dichtungsebene erstellt.

 


[1] *vgl. Kabrede, Hans-Axel: Injizieren, Verpressen und Verfüllen von Beton und Mauerwerk, 2. neu bearbeitete Auflage 2001 erschienen im Expert-Verlag

More sub catagories:

Adhesive Packer
Adhesive Packer


Klebepacker


Der Einsatz von Klebepackern ermöglicht die Injektion bei Konstruktionen, die aus baulichen Gründen nicht angebohrt werden dürfen (z.B.  in/bei  Tunneln, Brücken, schlanken Bauteilen, engliegenden Bewehrungen). Angeboten werden sie in Metall und Kunststoff in verschiedenen Ausführungen. Beachtet werden sollte, dass der Packer eine Form aufweist, die ein "Verzahnen" mit dem Kleber ermöglicht. Durchsichtiger Kunststoff bietet den Vorteil, dass der Verlauf des Injektionmaterials beobachtet werden kann. Der einsatz von Klebepackern erfordert diverse Vor-
arbeiten und Arbeitsschritte.

 

 
ALU-Screw-Packer
ALU-Screw-Packer


Aluminium-Schraubpacker


Hauptbestandteil der Schraubpacker ist Aluminium und eine Gummimanschette. In einem auf den Packerdurchmesser abgestimmten Bohrloch werden die Packer mit Hilfe der Gummimanschette verspannt. Ein Vorteil des Schraubpackers ist die Möglichkeit des Nachspannens während der Injektion. Verspannt werden können die Packer entweder per Hand mit einem Schlüssel oder maschinell (Poppnietsystem). Vor dem Verspannen sollte sichergestellt sein, dass die Druckfestigkeit des Baustoffes ein Verspannen erlaubt. Das Injektionsgerät wird an einem Nippelaufsatz am Packer angeschlossen, welches gleichzeitig als Rückschlagsventil fungiert.

 
Drive-in-Packer SBV
Drive-in-Packer SBV


SBV - Drive-In-Packers

Advantages of the Drive-In-Packers: Simple and fast use and low price

Drive-In-Packers are "Bore-Packers" which are pushed into holes of walls. The hole has to fit the Packer.

The packers consists of "Hard-Plastic" like Polyamide or Polyethylene. Screwed in the Packer is a nipple through which the material is pressed into the wall. Depending which material is used the nipple is beside it´s function as inlet also a non-return-valve.

Packers have a lot of advantages. Some of them: Simple and fast use and low price and a high variety of use.

If the Packers are used with very high pressure injections (up to 250 Bars) the quality of the building is of high importance.

 
Handling Accessories
 
Lamella-Packer
Lamella-Packer
 
Plastic Screw-Packer
Plastic Screw-Packer


Plastic Injection-Packer


Plastic Injektion-Packer are used to inject different materials into building parts or walls. Plastic packer are made of plastic with rubber collar. The packer stay in the borehole with the tight rubber collar. They can be tighted with wrenches or automatically. The injection-pump is connected onto the nipples. Packers with non-return valve are available.

 
Steel-Drill-Packer
Steel-Drill-Packer


Steel Drill-Packer

Steel Drill-Packer are used to inject different materials into building parts or walls. Drilling packer are made of steel with rubber collar. The packer stay in the borehole with the tight rubber collar. They can be tighted with wrenches or automatically. The injection-pump is connected onto the nipples. Packers with non-return valve are available.

 
Steel-Drill-Packer MULTI-System
Steel-Drill-Packer MULTI-System


Steel-Drill-Packer
MULTI-System

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